Der IQ eines Kindes wird nicht l├Ąnger ein automatischer Ausschlussfaktor sein

Wir teilen Ihnen hier die Pressemitteilung des Kabinetts der Ministerin f├╝r Renten und soziale Integration, Karine Lalieux, zur Logop├Ądie nach den Diskussionen im Ministerrat mit

Der Beschluss des Ministerrats, das IQ-Kriterium als automatischen Ausschlussfaktor f├╝r die Erstattung von monodisziplin├Ąren logop├Ądischen Sitzungen abzuschaffen, r├╝ckt das Interesse des Kindes wieder in den Mittelpunkt, meint die f├╝r Menschen mit Behinderungen zust├Ąndige Ministerin Karine Lalieux.

W├Ąhrend Kinder mit einem IQ unter 86 heute von vornherein von der Kostenerstattung f├╝r monodisziplin├Ąre logop├Ądische Sitzungen ausgeschlossen sind, sieht die Vereinbarung vor, dass bis zum 30. Juni 2025 alle Kinder – unabh├Ąngig von ihrem IQ – Zugang zu einer Kostenerstattung f├╝r monodisziplin├Ąre logop├Ądische Sitzungen durch die Inami haben, wenn sie von einem Allgemeinmediziner verschrieben werden. Kinder, denen bis zum 30. Juni 2025 Logop├Ądie verschrieben wird, erhalten die Kosten f├╝r die gesamte Dauer ihrer Behandlung erstattet.

Die Vereinbarung sieht vor, dass ab dem 1. Juli 2025 die Bed├╝rfnisse von Kindern mit einem IQ unter 70 in einem Zentrum f├╝r ambulante Revalidierung (CRA) multidisziplin├Ąr analysiert werden. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Analyse wird das Kind an eine multidisziplin├Ąre Betreuung und/oder an erstattete monodisziplin├Ąre logop├Ądische Sitzungen verwiesen. Bis zum 1. Juli 2025 wurde der Minister f├╝r Volksgesundheit beauftragt, eine Studie in Auftrag zu geben, um das oder die Kriterien zu bestimmen, die den Zugang zu einer Betreuung im Rahmen einer monodisziplin├Ąren logop├Ądischen Behandlung bestimmen sollen.

„Heute zeigt die F├Âderalregierung, dass sie den Zorn und die Not der Familien h├Ârt. Sie stellt das Wohl des Kindes und seine Entwicklung, von der wir uns alle leiten lassen m├╝ssen, in den Mittelpunkt ihrer Entscheidung. In Zukunft wird der IQ-Test also kein automatischer Ausschlussfaktor mehr f├╝r die Erstattung der Kosten f├╝r monodisziplin├Ąre Logop├Ądie sein“, betont Ministerin Lalieux.┬á „Als Ministerin, die f├╝r Menschen mit Behinderungen, aber auch f├╝r die Bek├Ąmpfung der Armut zust├Ąndig ist, sehe ich in dieser Vereinbarung eine L├Âsung, die die betroffenen Eltern sofort entlasten wird. Ihre Kinder werden Zugang zu diesen logop├Ądischen Sitzungen haben, ohne dass dies eine zus├Ątzliche finanzielle Belastung f├╝r das Familienbudget darstellt, das somit nicht mehr die Wahl zwischen Pflege und Begleitung des Kindes zu Lasten des Haushaltsbudgets treffen muss.“

Die Entwicklung der Kosten├╝bernahme f├╝r logop├Ądische Sitzungen geh├Ârte zu den Ma├čnahmen des f├Âderalen Aktionsplan Behinderung (2021-2024), die von der Ministerin und der SP besonders aufmerksam verfolgt und gefordert wurden, da sie sich der Schwierigkeiten bewusst sind, mit denen einige Familien konfrontiert sind.

Zur Erinnerung: Der Aktionsplan Handicap ist das Ergebnis einer eingehenden Abstimmung mit den Verb├Ąnden und Akteuren des Behindertensektors. Diese Methodik respektiert die Forderung von Menschen mit Behinderungen, sie in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, und zwar unter Beachtung des Grundsatzes „Nichts ├╝ber uns ohne uns“, der der Schl├╝ssel zu einer erfolgreichen Politik und einer langfristigen Vision f├╝r eine vollst├Ąndig integrative Gesellschaft ist. Diese Dynamik wird sich automatisch fortsetzen, da ein neues Gesetz, das von Ministerin Lalieux getragen wird, nun alle zuk├╝nftigen F├Âderalregierungen dazu verpflichtet, in jeder Legislaturperiode einen Aktionsplan Behinderung zu erstellen, stets in enger Zusammenarbeit mit den Verb├Ąnden und dem Sektor.

Delphine Van Bladel – Sprecherin des Kabinetts der Ministerin f├╝r Renten und soziale Eingliederung, zust├Ąndig f├╝r Menschen mit Behinderungen, Armutsbek├Ąmpfung und Beliris

https://gamp.be/2024/03/20/accord-sur-la-logopedie/