Fördersekundarschule in der Eifel
Fördersekundarschule in der Eifel: Erste Schritte sind beschlossen.
Seit 2024 setzt sich die Elterninitiative St. Vith gemeinsam mit VIVA Ostbelgien für ein wohnortnahes Angebot der Fördersekundarschule im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein.
Nun zeichnen sich erste konkrete Fortschritte ab. Das ZFP hat den Auftrag erhalten, die weiteren Planungen voranzutreiben.
Nun zeichnen sich erste konkrete Fortschritte ab.
Bei einem gemeinsamen Austausch mit Bildungsminister Jérôme Franssen, Vertretern des ZFP und der Elterninitiative wurde deutlich: Ab dem Schuljahr 2026–2027 sollen erste Angebote für Sekundarschülerinnen und -schüler im Süden der DG geschaffen werden. Dafür wurden bereits drei Klassenräume vorgesehen. Das ZFP hat den Auftrag erhalten, die weiteren Planungen voranzutreiben.
Link zur Sitzung des Kontrollausschusses im Parlament der DG
Ein erster Schritt ab September 2026
Nach Angaben des Ministers sollen die neuen Räume sowohl für Schülerinnen und Schüler der Primar- als auch der Sekundarstufe genutzt werden. Ziel ist es, Jugendlichen aus der Eifel längere Fahrten nach Eupen zu ersparen und gleichzeitig wohnortnahe Bildungsangebote auszubauen.
Dabei soll keine eigenständige Fördersekundarschule nach dem Vorbild Eupens entstehen. Stattdessen setzt die Regierung auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Förder- und Regelschulen. Schülerinnen und Schüler sollen – wo immer möglich – gemeinsam lernen und von inklusiven Angeboten profitieren.
Langfristiges Ziel: Ein inklusiver Campus
Minister Franssen bekräftigte erneut seine Vision eines sogenannten Campus-Modells. Förder- und Regelschulen sollen räumlich nah zusammenarbeiten und gemeinsame pädagogische Konzepte entwickeln. Bereits 2025 hatte der Minister erklärt, dass er dieses Modell auch im Süden der DG verwirklichen möchte.
Für 2027 wird eine engere Zusammenarbeit mit bestehenden Sekundarschulen in der Eifel angestrebt. Dadurch soll das Angebot für Jugendliche mit Förderbedarf weiter ausgebaut werden.
Noch offene Fragen
Wie viele Schülerinnen und Schüler das neue Angebot bereits ab September 2026 nutzen werden, wird derzeit noch ermittelt. Auch organisatorische Fragen wie Personal, Schulleitung und die genaue Ausgestaltung der Klassen werden aktuell vorbereitet.
Klar ist jedoch: Die notwendigen Mittel sollen bereitgestellt werden und die Planungen laufen weiter. Ein weiteres Treffen mit allen Beteiligten ist für den Herbst vorgesehen.
VIVA bleibt am Thema dran
Für viele Familien aus dem Süden der DG ist ein wohnortnahes Angebot seit Jahren ein wichtiges Anliegen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass sich das gemeinsame Engagement der Elterninitiative St. Vith, betroffener Familien und verschiedener Partner auszahlt.
VIVA Ostbelgien wird die weiteren Schritte weiterhin begleiten und über neue Entwicklungen informieren.